AOK plant Bonus-Modelle für: 1. Versicherte, die sich vor einem Facharztbesuch an ihren Hausarzt wenden 2. Mitglieder, die sich in einem Gesundheitszentrum, dem mehrere Ärzte und ein Krankenhaus angehören, fest einschreiben 3. Patienten, die sich von einem Ärztenetz versorgen lassen Mit der Errichtung flächendeckender Netze rechnen Experten allerdings nicht vor 2004.

Barmer Ersatzkasse will Risikopatienten belohnen, wenn sie das Rauchen aufgeben oder ihr Gewicht reduzieren. Wie die Kasse überwacht, dass ein Raucher nicht rückfällig wird oder ein guter Esser nicht doch vergisst, die Kalorien zu zählen, ist offen. "Wir sind noch nicht fertig mit Denken", heißt es bei der Barmer. Außerdem steht die Gerechtigkeit eines Bonus-Systems infrage, von dem Mitglieder, die von jeher gesund leben, nicht profitieren.

DAK plant Bonus-Systeme für: 1. Patienten, die anstehende OP-Termine in Vertragskliniken wahrnehmen 2. Chronisch Kranke, die sich an "Disease-Management-Programmen" beteiligen 3. Mitglieder, die sich einem "Gate-Keeper-Modell" anschließen Voraussetzung ist, dass die Patienten einen bestimmten Haus- oder Facharzt aufsuchen, der die Koordination der Behandlung übernimmt.

Techniker Krankenkasse lockt freiwillig Versicherte seit dem 1. Januar 2003 mit einer 240-Euro-Prämie. Für jeden Arztbesuch werden 20 Euro abgezogen, eine Zahnbehandlung "kostet" 40 Euro. Vorsorgeuntersuchungen werden nicht auf die Prämie angerechnet. Der Selbstbehalt beträgt 300 Euro pro Jahr. Mit ihrem Programm will die Kasse Arztbesuche reduzieren. Schlecht ist das Prämiensystem für Mitglieder, die volljährige Familienangehörige mitversichert haben. Deren beanspruchte Leistungen werden auf den Selbstbehalt angerechnet. leh