Ein heikles Thema für den amerikanischen Tabakhersteller Philip Morris (Marlboro, Benson & Hedges): Am New Yorker Hauptsitz des weltweit größten Zigarettenkonzerns treten in 90 Tagen strenge Antirauchergesetze in Kraft.

Laut Unternehmenssprecher wird derzeit geprüft, "wie wir uns der Gesetzgebung entsprechend anpassen können". Eigentlich ist das ganz einfach: Rauchen ist von März an an fast allen Arbeitsplätzen der Stadt verboten - Bars, Rathäuser, Gefängnisse und Zigarettenkonzerne inbegriffen. Im Grunde ist Rauchen am Arbeitsplatz schon seit den New Yorker "Frische-Luft-Gesetzen" von 1995 nicht mehr gestattet, aber seinerzeit hatte es eine Ausnahme für die Tabakfirma gegeben. Doch in den Zeiten knapper Budgets und leerer Gesundheitskassen sind die Gesetzgeber eisern - und zwar nicht nur in New York. Etliche amerikanische Bundesstaaten von Rhode Island bis Hawaii haben in den vergangenen Monaten ihre Zigarettensteuern drastisch angehoben - in New York kostet ein Päckchen seit dem Sommer mindestens 7,50 Dollar.

Boston will im Mai ähnlich scharfe Gesetze wie New York erlassen

in Chicago und St. Louis denkt man darüber nach. Werden die Philip-Morris-Mitarbeiter also künftig ihre Pausenzigarette aufgereiht an der Park Avenue genießen?

"Wir prüfen auch das", heißt es bei Philip Morris.