Die Schriststellerin Monika Maron, Jurorin des Italo-Svevo-Preises 2003, hat als dessen Preisträger den Schriftsteller Hartmut Lange bestimmt. Lange, geboren 1937 in Berlin, ist Autor zahlreicher Novellen und Romane, die im Diogenes Verlag erschienen sind. Seine jüngste Veröffentlichung ist der Essay Irrtum als Erkenntnis - Meine Realitätserfahrung als Schriftsteller. Der Svevo-Preis, gestiftet von der Blue Capital GmbH und dotiert mit 15 000 Euro, wird jährlich verliehen. Ein Kuratorium wählt den jeweiligen Juror, der den Preis in freier Entscheidung vergibt. Die bisherigen Juroren waren Wilhelm Genazino, der Kathrin Röggla auszeichnete, und Karl-Markus Gauß, der Alois Hotschnig zum Preisträger bestimmte. Die Laudatio von Gauß und Hotschnigs Dankrede kann man in dem Svevo-Jahrbuch Crázzola 2 nachlesen (hrsg. von der Freien Akademie der Künste zu Leipzig, edition die horen, ISBN 3-89701-880-2). Darin findet sich auch der vergriffene Essay von François Bondy Italo Svevo, der geborene Greis, sowie eine Reihe von Fotos aus dem Triest der Jahrhundertwende. Hier lebte der Prokurist Ettore Schmitz, der sich Italo Svevo nannte. Sein Roman Senilitá (1898) ist eben neu übersetzt worden, siehe dazu Martin Mosebachs Rezension in der Literaturbeilage ZEIT Nr. 51/02. Dort war versehentlich anstelle von Italo Svevo sein Bruder Elio abgebildet worden. Wir bitten unsere Leser um Entschuldigung.