Schon jetzt wollen die USA über die Daten der Einreisenden Bescheid wissen, bevor die Maschine überhaupt abhebt. Nun möchten sie noch erfahren, ob ich gerade Diät mache. Ist das in Ordnung?

Jeder Staat ist relativ frei, die Bedingungen festzulegen, unter denen er jemanden einreisen lässt. Auf der Grundlage des Advanced Passenger Information System und des Enhanced Border Security and Visa Reform Act, gültig seit dem 14. Mai 2002, haben die Fluggesellschaften Daten zu liefern wie vollständiger Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Passnummer, Ausländerregistrierungsnummer, Anschrift während des Aufenthalts. Diese Informationen sind unter datenschutzrechtlichen Aspekten aus meiner Sicht unbedenklich. Und sie sind auch wichtig – zur Feststellung der Identität.

Weiß der Fluggast, dass seine Angaben schon vor ihm in den USA landen?

Das alles geschieht mit der Einwilligung des Betroffenen. Keiner ganz freiwilligen, denn wer nicht Auskunft gibt, kommt halt nicht rein. Aber das sind wirklich unproblematische Informationen.

Aber das genügt den Behörden noch nicht.

Es gibt darüber hinaus den Wunsch der USA, und das ist das eigentliche Problem, einen Zugriff auf das Passenger Name Record System zu bekommen. Das ist ein Informationssystem der einzelnen Fluggesellschaften und hat mit einer Feststellung der Identität überhaupt nichts zu tun hat. Die Gesellschaften sehen das auch als Geschäftsgeheimnis.

Was ist denn da gespeichert?