Ob der Irak-Krieg nun kommt oder nicht, das Fachmagazin TextilWirtschaft hat der Mode bereits den Einsatzbefehl erteilt: "Marschrichtung Military" lautet die Parole für die Jeans- und Streetwear im nächsten Herbst. Spätestens dann werde Soldatenlook zum "kommerziellen Überflieger" in deutschen Fußgängerzonen. Immer mehr Designer spielen mit der klassischen Armeekonfektion: Oliv wird die Farbe der Saison, Parkas und Schulterklappen werden zur Grundausrüstung der Stadtjugend. Dass die skurrilen Nato-Shops aus den Bahnhofsvierteln zu Hauptquartieren modebewusster Trendsetter werden, ist jedoch nicht zu befürchten. Schließlich sei keinesfalls "Military-Style in Reinform" angesagt, sondern eine bunte Mischung aus Spaß und Kampf. Das sieht dann so aus: "Gesäß-Prints auf Army-Pants, Pailetten-Dekors oder rosafarbene Zipper an Satin-Bomberjacken". Zu brutal soll es also dann doch nicht werden - jedenfalls nicht in der Mode. Wegtreten!