Die niederländische Parlamentswahl am kommenden Mittwoch dürfte weniger sensationell ausfallen als das Wahlergebnis vom 15. Mai 2002.

Nach dem plötzlichen Bruch der Rechts-Koalition aus Christdemokraten (CDA), Fortuyn-Partei und Neoliberalen (VVD) dürften CDA und VVD die gemeinsame Parlamentsmehrheit verfehlen

zu sehr stagnieren die Neoliberalen derzeit in den Umfragen. Als sicher gilt aufgrund der Umfragen der Absturz der Populisten des ermordeten Parteigründers Pim Fortuyn.

Stattdessen prophezeit man den Wahlverlierern von 2002, den Sozialdemokraten (PvdA) unter ihrem neuen jungen Spitzenkandidaten Wouter Bos (39), ein Comeback: Ihr Aufstieg in den jüngsten Umfragen lässt sogar eine Rückkehr an die Spitze möglich erscheinen, jedenfalls aber auf Platz zwei hinter den Christdemokraten von Jan-Peter Balkenende (46).

Eine schwarz-rote Koalition könnte die Folge sein - und die Rückkehr zur Konsenspolitik des Polder-Modells.