[Abstract] Deutschlands Kultusminister nehmen immer mehr Abschied von der staatlichen Lenkung der Schulen. In den meisten Bundesländern haben Schulen neuerdings die Möglichkeit, selbständig über die Stellenbesetzung und ihr Budget zu entscheiden. Auch die Unterrichtsgestaltung unterliegt keinen rigiden Vorgaben mehr. So gibt das badenwürttembergische Kultusministerium den Schulen nur noch einen groben Fächerrahmen vor. Die Schulen können den Unterricht selber bestimmen. Und niedersächsische Schulen sollen bis 2008 alle autonom sein. Mehr Autonomie bedeutet aber auch, dass die Schulen auskunftspflichtig sein müssen, engere Teamarbeit in den Kollegien notwendig ist und interne wie auch externe - beispielsweise staatliche - Leistungskontrolle stattfinden muss. Die Gefahr, die die Selbstbestimmung birgt, liegt in den wachsenden Qualitätsunterschieden zwischen den Schulen.[Zum Artikel]