Friederike Kretzen: Übungen zu einem Aufstand

Roman

Verlag Stroemfeld, Frankfurt am Main/Basel 2002

192 S., 19,- e

Wo ist das nur alles geblieben? Batikhemden, Pink Floyd, Carlos Castaneda, Frauenwohngemeinschaften und dieser ganze herrliche Plunder? Wer erinnert sich noch an die siebziger Jahre, nein, nicht in Berlin, sondern in Gießen zum Beispiel? Revolte im Teeglas und im Kopf, lange Nächte und das Gefühl, "dass wir uns fehlen", Abschied von den Eltern, Befreiungskampf bis ins Schlafzimmer, Träume vom Anderssein, als Gießen ist. Ein paar junge Studenten üben das bessere Leben, ihre Übungen heißen "Sehnsucht auszuüben", als Engel rumgehen oder Sterntaler. Zweck der Übung und des Romans: "Alles, was so daliegt, als wäre es tot, holen wir raus und versuchen, ihm das Sehen wieder beizubringen."

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Essay