Von Ihrem in Französisch abgedruckten Interview Travail et Traditions mit Kulturminister Luc Ferry war ich begeistert, weil man endlich einmal den Mut fand, im Sinne eines sich einigenden Europa mit Sprachenvielfalt den Blick über den Tellerrand zu wagen. Ich träume seit Jahren von einer europäischen Wochenzeitung, in der wichtige Artikel aus verschiedenen Ländern in Originalsprache abgedruckt sind, wobei man eine Zusammenfassung in jeweils einer anderen Sprache anhängen könnte. Sprachenvielfalt ist eine Bereicherung und keine Restriktion

das wird nur durch das Erleben deutlich. Sibylla Hesse, Trier

Gratulation an die ZEIT für ihren Mut, das Interview mit dem französischen Minister für Jugend und Erziehung in der Originalsprache abzudrucken! Was Luc Ferrys Standpunkt angeht, so ist er den Franzosen in einem Interview mit Le Monde im vergangenen Jahr zur Kenntnis gebracht worden (24. Mai 2002). Fazit (als Frage): eine Rückkehr zur Paukschule als Mittel gegen negative Pisa-Befunde? Zum Sprachlichen: Es wäre natürlich eine feine Sache, wenn nun auch Le Monde einmal ein Interview in Deutsch brächte. Ob das denkbar ist? On peut toujours espérer. Prof. Dr. Heribert Rück, Landau