Präsident Bush hofft jetzt inständig, dass seine Drohungen Saddam Hussein entweder ins Schweizer Exil treiben oder zu dessen Absetzung führen werden. Sollte eins von beiden geschehen, werden Präsident Chirac und Bundeskanzler Schröder als schwache Figuren dastehen und Bush wird als weiser und mutiger Staatsmann in die Geschichte eingehen, als Staatsmann, der energische Schritte unternahm, zu denen die europäischen Staatsoberhäupter zu feige waren. Sollte keines von beiden geschehen, wird Bush einen Feldzug führen, ganz gleich, was Europa oder die UN davon halten werden. Denn falls er seine Drohungen nicht wahr macht, wird er es sehr schwer haben, den amerikanischen Wählern zu erklären, warum er all die Truppen entsandt hat. Er ist Gefangener seiner eigenen Rhetorik, die es ihm fast unmöglich macht zu sagen: "Leider wollten uns die Vereinten Nationen nicht weitermarschieren lassen, deshalb bringe ich unsere Jungs wieder nach Hause."