Sehr geehrte Herren,

ich bin von der Zentralkommission der Geographischen Gesellschaft damit beauftragt worden, auf eine recht interessante Frage zu antworten, die zu gleicher Zeit von Herrn Hourier, Zivilingenieur, und von Herrn Faraguet, Chefingenieur des Brücken- und Straßenbauamtes im Departement Lot-et-Garonne, aufgeworfen worden ist.

Ich denke, man wird im Zusammentreffen zwischen diesen beiden Briefen und dem Ende von In 80 Tagen um die Welt, einem Buch, das ich vor 3 Monaten veröffentlicht habe, nur einen Zufall sehen können

um aber die Frage in den rechten Zusammenhang zu rücken, bitte ich Sie, einige Zeilen zitieren zu dürfen, die dieses Werk abschließen.

Es handelt sich um das recht sonderbare Phänomen - das schon Edgard [Allan] Poë für seine Erzählung Drei Sonntage in einer Woche zu nutzen verstand - um jenes Phänomen, sagte ich, geht es, mit dem Reisende konfrontiert werden, wenn sie um die Welt fahren, egal ob gen Osten oder gen Westen. Im ersten Fall werden sie einen Tag gewonnen, im zweiten verloren haben - sobald sie zurück an ihrem Ausgangspunkt sind.

"Indem er nach Osten reiste, fuhr Phileas Fogg (das ist der Held des Buches) der Sonne entgegen, und daher verkürzten sich die Tage für ihn mit jedem Längengrad, den er in dieser Richtung überquerte, um 4 Minuten. Der Erdumfang hat 360 Grad, und diese 360 Grad, multipliziert mit 4 Minuten, ergeben exakt 24 Stunden - also den unbewusst hinzugewonnenen Tag. Mit anderen Worten: Während Phileas Fogg nach Osten reiste, sah er die Sonne 80 Mal den Meridian überqueren, seine in London zurückgebliebenen Clubfreunde jedoch sahen sie nur 79 Mal untergehen."

So also stellt sich das Problem dar, und es wird genügen, wenn ich es in wenigen Worten zusammenfasse.