Kein Wort mehr über diese "Käse fressenden Kapitulationsaffen", polterte der National Review-Kolumnist Jonah Goldberg

ihm falle nichts mehr ein zu einem Land mit über 200 Käsesorten, aber nur einer Sorte Toilettenpapier, wo man mit den Händen esse und mit dem Mund Sex mache und das kriegerisch ein totaler Pleiteverein sei. Seitdem kommen täglich neue frankophobe Schimpfkanonaden aus den USA. Präsident Chirac ist ein "niederträchtiger Zuhälter Saddams" (Wall Street Journal), Frankreich ist "nicht mehr unser Verbündeter" (Richard Perle, Chef des Defense Policy Board beim Pentagon), die New York Post spricht von der "Axis of Weasel" (Achse der Wieselei), und die Washington Post nennt Außenminister de Villepin "ölig".

In Gegenrichtung kontert Premier Raffarin auf Präsident Bushs "Das Spiel ist aus" frech mit: "Es ist kein Spiel, und es ist auch nicht aus."

Verteidigungsministerin Alliot-Marie bedenkt die USA mit einem geflügelten Wort nach Art Götz von Berlichingens, Libération spricht vom "blitzkrieg américain", und Rechtsaußen Le Pen fordert den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA. Amerika will nicht länger für die Hilfstruppen des Marquis de Lafayettes vor 225 Jahren zur Rettung vor den Briten dankbar sein, und die Franzosen lassen sich nur ungern an die Weltkriegseinsätze der USA zur Rettung vor den Deutschen erinnern. Das gehört zur geistigen Mobilmachung: Im Ernstfall stirbt der gegenseitige Respekt unter den Völkern zuerst.