Das zum ersten Januar eingeführte Dosenpfand beschert den Bundesländern in diesem Jahr voraussichtlich Steuerausfälle von fast 67 Millionen Euro. Der Grund: Die Deutschen wechseln beim Bier nur ungern von der Dose zur Mehrwegflasche. Stattdessen trinken sie weniger und zahlen daher auch weniger Biersteuer. Im Januar und Februar ging der Absatz des Gerstensafts bereits um 8,2 Prozent zurück. Das hat die Arbeitsgemeinschaft Marke und Verpackung Deutscher Brauereien (AMV) ermittelt, deren Mitglieder fast 80 Prozent des im Einzelhandel verkauften Bieres produzieren. Parallel zum Konsum dürfte das Biersteuer-Aufkommen sinken, das im vergangenen Jahr 811 Millionen Euro betragen hatte.

"Das Zwangspfand wird die deutschen Brauer in diesem Jahr acht bis zehn Millionen Hektoliter kosten", sagt Richard Weber, Präsident des Brauerbundes.

Für den Rückgang sei tatsächlich das Dosenpfand verantwortlich, sagt Michael Scherer, Geschäftsführer des AMV aus Hamburg: "Allein der Verkauf von Einweg-Verpackungen brach in den ersten beiden Monaten um 56 Prozent ein."

Ein leichtes Plus beim Mehrweg habe den Verlust nicht ausgleichen können.