French Fries zum Zweiten.

Dass manche Amerikaner ihre French Fries in Freiheitsfritten umbenennen, ist kein neues Phänomen. Schon im Ersten Weltkrieg verschwanden alle deutschen Schäferhunde (German shepherds) aus Amerika und wurden plötzlich durch Alsatians ("Elsässer") ersetzt. Statt sauerkraut gab's plötzlich liberty cabbage. Statt Hamburgers wurde Salisbury Steak serviert. Es blieb freilich feindgemäß bei German measles (Masern). Heute hat noch kein Abgeordneter vorgeschlagen, den French kiss durch tongue kiss zu ersetzen. French toast ("Armer Ritter") dagegen ist von der Menükarte verschwunden. Kommentar von William Safire in seiner On Language-Kolumne in der New York Times: "Die englische Sprache ist widerstandsfähig gegen Manipulationen. Wenn unsere französischen Irritationen vorbei sind, werden sich unsere Parlamentarier wieder mit French fries vollstopfen."

Aus der Redaktion.

Bernd Ulrich hat die Leitung des Hauptstadtbüros der ZEIT in Berlin übernommen. Zugleich verstärkt er als neuer Stellvertretender Chefredakteur die Führung des Blattes. Ulrich studierte in Marburg Philosophie und Politologie. Von 1988 bis 1990 war er Mitarbeiter beim Fraktionsvorstand der Grünen im Bundestag. 1991 stieg er mit einer Reportagereise durch die USA in den Journalismus um. Von 1993 bis 1996 berichtete er als Korrespondent der Wochenpost aus Bonn. 1997 wechselte er als Leitender Redakteur zum Tagesspiegel nach Berlin.

Gunter Hofmann, bisher für die Hauptstadtredaktion verantwortlich, wird neuer Chefkorrespondent der ZEIT. 1977 war er von der Stuttgarter Zeitung ins Bonner ZEIT-Büro gewechselt. 1995 übernahm er als Nachfolger Rolf Zundels die Leitung des Bonner Büros. Aus Berlin wird er weiter über innen- und außenpolitische Themen schreiben.