die zeit: Neben humanitären Hilfsorganisationen formiert sich auch die Welttierschutzgesellschaft WSPA zum Rettungseinsatz im Irak. Was genau wollen Sie und Ihre Mitarbeiter dort?

Martin Riebe: Im Moment bereiten wir uns vor. Wir arbeiten Rettungspläne aus und nehmen Kontakt zu den Anrainerstaaten Jordanien und Syrien auf. Dort sind schon einige mobile Tierkliniken im Einsatz, die dann in den Irak geschickt werden können. Unser Einsatz beginnt erst nach dem Krieg.

zeit: Was ist das, eine mobile Tierklinik?

Riebe: Das ist ein Transporter, der innen umgebaut wurde wie ein Krankenwagen. Das heißt, alles ist festgezurrt, Medikamente sind da, und ein kleiner OP-Tisch ist vorhanden. Den kann man auch draußen unter einem Zelt aufstellen und dann im Freien operieren.

Zeit: Wohin wollen Sie diese Transporter schicken?

Riebe: Wir haben uns drei Schwerpunkte unserer Arbeit gesetzt: erstens die beiden Zoos in Bagdad, zweitens die Versorgung von Arbeitstieren, also Pferden, Eseln, im Irak vor allem auch Kamelen, wo immer wir sie finden und sie Hilfe brauchen. Und schließlich werden wir die Veterinäre im Irak mit Medikamenten versorgen. Allerdings ist die Situation dort schon jetzt so schlecht – die kann kaum noch schlimmer werden.

zeit: Sie sorgen sich um die Tiere im Irak, während dort die Menschen sterben…