München leuchtet. Pinakothek und Glyptothek, Oper und Kammerspiele, Asamkirche und Gasteig, Klassizismus und Jugendstil - im teuren Prachtband München. Die Kunststadt lässt die bayerische Hauptstadt alle Facetten ihres kulturellen Lebens funkeln. Zehn Kapitel, die der Architektur wie den Museen, der Kunst- und Konzertszene wie auch der Literatur und dem Journalismus gewidmet sind, spannen den Bogen vom Chorgestühl der Frauenkirche bis zum Kabarettisten Bruno Jonas. Die eingestreuten Abstecher zum Englischen Garten oder zu August Everding erleichtern zwar nicht das Lesen, vertiefen aber den Überblick im Detail. Die meisten der 15 Autoren, darunter auch der Oberbürgermeister, sind Journalisten, alle der Stadt voll Stolz zugetan. Das Buch ist opulent bebildert, wobei man auf Dolly Dollar oder den Staatsminister Zehetmaier auch hätte verzichten können. Doch ob Bustellis Porzellanfiguren, Erasmus Grassers Moriskentänzer (unser Bild), die Preziosen der Schatzkammer, Schloss Blutenburg im späten Sonnenlicht - München leuchtet. Da scheint Berlin blass.

München. Die Kunststadt. Bucher Verlag, München 2002 - 272 Seiten, circa 400 Farbfotografien, 68,- Euro