Manchen Schülern muss das komisch vorgekommen sein: Da kam ein Fremder in ihre Klasse, teilte Testbögen aus und las von einem Zettel ab, was die Schüler tun sollten. Ein persönliches Wort sagte der Fremde nicht. Das durfte er auch nicht. Keine persönliche Note, kein zusätzlicher Hinweis des Testleiters sollte die Leistungen der Schüler verfälschen, erläutert die Bildungsforscherin Eva-Maria Lankes von der Universität Hamburg.

Der Leiter händigte den Schülern ein Testheft aus, in dem sich zwei Geschichten wie die nebenstehende von den Papageientauchern befanden. Zweimal 40 Minuten Zeit hatten die Kinder, beide Texte zu lesen und jeweils bis zu 14 Fragen zu beantworten – manchmal waren mehrere Antworten vorgegeben, manchmal mussten die Schüler auch kleine Texte schreiben (siehe Iglu-Fragen zum Leseverständnis).

Die Aufgaben waren unterschiedlich schwierig. Bei Fragen der (einfachsten) Stufe I mussten die Schüler lediglich gesuchte Wörter in einem Text erkennen, bei Fragen der (höchsten) Stufe IV mussten sie selbst Bezüge zwischen verschiedenen Textpassagen herstellen.

Die Testbögen wurden anonymisiert ausgewertet. mjh