Der Mann, der es sich in einem Sessel in Saddam Husseins Palast bequem gemacht hat, heißt Chad Touchett, ist Sergeant des 7. US-Infanterieregiments und weiß noch nicht, dass er einer der Unsterblichen dieses Krieges sein wird. Alle Zeitungen haben sein Bild gezeigt, viele auf den Titelseiten. Wenn früher, im rohen 20. Jahrhundert, ein Regime zerfiel, dann sah man siegreiche Soldaten, wie sie ihre Flagge auf brennende Paläste pflanzten: Krieger eroberten den Gipfel des Feindeslandes. Chad Touchett und seine Kameraden verkörpern andere Qualitäten: die des Abenteuerreisenden, des geschickten Technikers, des handyman. Chad Touchett blickt zur Decke des Palastes empor wie ein Stukkateur, der überlegt, ob er für heute Feierabend machen soll. Er hat die Füße von sich gestreckt und raucht eine Zigarette - ein Held der flachen Hierarchien, der seine Zeitpläne selber macht. Nicht der schmutzige Bodenkrieg findet hier sein Bild, sondern der saubere PC-Krieg, von dem man im Pentagon schwärmt: Hier ruht sich kein Krieger aus, sondern ein Tüftler, dem es gelang, ins Datennetz des Feindes einzudringen. Seine Kameraden umringen ihn wie die Weggefährten einer langen, befriedigenden LAN-Party.