Fast habe ich mich schon damit abgefunden, mit 33 Jahren zur Looser-Generation zu gehören, die zwar stolze Rentenbeiträge zahlt, aber wohl kaum jemals wieder etwas rausbekommen wird. Ich muss mir anhören, ich sei daran mitschuld, weil ich keine Kinder habe. Hätte ich Kinder, könnte ich kaum noch mit einer gut bezahlten Arbeit rechnen und Rentenbeiträge zahlen, zahlreiche Artikel in der ZEIT haben dieses frauenspezifische Risiko immer wieder klar gemacht.

Pia Altenhofer, Halle

Wo bleiben bei dieser "Analyse" die ehrenamtlichen Beiträge vieler Kinderloser, etwa schwuler Männer, die an Aids erkrankte Freunde pflegen?

Wenn man schon gesellschaftliches Engagement belohnen beziehungsweise reines Genussdenken bestrafen will, dann muss man eine Gesamtbilanz aller Leistungen aufstellen und moralische Voreingenommenheit vermeiden.

Dirk Kerber, Darmstadt

Frau Merkel hat Recht: Die Renten haben diejenigen verdient, die für ihre Renten gearbeitet haben. Das waren aber nur die, die Kinder aufgezogen haben.

Viele glauben immer noch, die Rentenkasse sei eine Art Zwangssparkasse, aus der später ausgezahlt wird, was man eingezahlt hat. Das Wort Rentenversicherung ist ein Schwindel. Der korrekte Name wäre Rentenzwangsumlage. Eine echte Versicherung hätte höhere Renten ergeben.