Herr Zeinert, Sie laden ein zum "Blind Date in Bad Bramstedt", zum "Sündenfall in Bad Segeberg", zum "One-Night-Stand in Kiel". Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

Ein besonderes Angebot mit vielen Extras. Beim "One-Night-Stand in Kiel" etwa können Paare auf einem Segelschiff übernachten und bekommen ein französisches Frühstück und eine Flasche Chamapagner. Zum "Sündenfall in Bad Segeberg" gehört ein Aktzeichenkurs für zwei zur Übernachtungspauschale und ein Molkebad mit anschließender Massage. Beim "Blind Date in Bad Bramstedt" kann man ein Doppel- oder zwei Einzelzimmer reservieren; eine romantische Rikschafahrt und ein intimes Candle-Light werden hoffentlich für die richtige Stimmung sorgen. Bei einem so angenehmen Ambiente soll man einfach eine tolle Zeit miteinander verbringen können.

Wem ist denn diese Aktion eingefallen?

Unsere Marketingleiterin wollte im vergangenen September für sich und ihren Freund eine romantische Reise buchen und stellte fest, dass es in Deutschland unheimlich schwer ist, entsprechende Angebote zu finden.

"Frühlingsgefühle in Flensburg", dank Beate Uhse unsere Hauptstadt der Erotik, das verstehen wir ja noch. Aber Neumünster oder Uetersen; das klingt eher piefig als prickelnd. Wer will da wirklich hin?

Natürlich haben wir auch Klassiker wie Lübeck im Programm. Aber viele finden gerade die kleinen alten Städte mit ihren teilweise historischen Stadtkernen viel romantischer als hektische Metropolen. Wir verstehen allerdings unsere Programme nicht als Konkurrenz zu den üblichen Pauschalreisen nach Paris oder sonstwohin.

Wen glauben Sie denn mit "Rosen und Romantik" verführen zu können?