An einem sonnigen Morgen im Mai des Jahres 2002, knapp 1000 Kilometer nördlich von Mailand, steht eine lange Reihe von Menschen auf dem Pariser Platz in Berlin. Sie warten auf den ersten Starbucks-Kaffee in Deutschland. Wieder erzählt Schultz ein paar privilegierten Besuchern seine Geschichte. Heute hat der Kaffeemulti 13 Filialen in Deutschland und will Dutzende weitere eröffnen. An Kunden mangelt es nicht. Viele von ihnen kaufen ihren Kaffee bei einem der rund 500 Läden, die Starbucks nachgeahmt sind. Einige dieser Rivalen gehen bereits ein, weil jetzt der Riese aufgetaucht ist.

Howard Schultz, der Exverkäufer von Xerox-Kopierern, das Kind aus dem Armenviertel, weiß um die Macht seiner Idee. Unklar bleibt, ob er an seine eigene Geschichte glaubt. Haben die gerösteten Kaffeebohnen den Mann tatsächlich verzaubert, wie einst die Gründer von Starbucks Coffee, Tea and Spice? Einmal jedenfalls hat er nicht aufgepasst. Auf die Frage, wie viel und welchen Kaffee er trinke, antwortete der stolze Unternehmer nicht mit "zwei Grande Latte" oder "drei Espresso Macchiato". Sondern mit: "Vier oder fünf Tassen Kaffee, regular." Regular? Das Wort findet sich nicht im Vokabular von Starbucks. Aber in der New Yorker Alltagssprache bezeichnet es den normalen, dünnen Kaffee mit Milch und Zucker, den Amerika trank, bevor Starbucks kam.