Ich habe schon vor dem Krieg den Wunsch geteilt, dass Saddams Diktatur an ein Ende kommt. Dass die Amerikaner stärker sein würden, war von Anfang an klar. Aber welche Ordnung aus dem jetzigen Chaos hervorgeht, weiß noch niemand. Ich sehe nicht nur den hemmungslosen Jubel, sondern auch hemmungsloses Plündern. Ob ein anderer Weg, ohne Bluvergießen, zum Ziel geführt hätte, kann nun niemand mehr sagen. Schon deshalb bleiben Zweifel. Zweifel bleiben auch, ob die Rede von der Gewalt als äußerstem Mittel jemals mehr sein wird als eine leere Hülse, beliebig verwendbar. Insofern sind meine Zweifel gewachsen, meine Zweifel am Menschen, auch an mir selbst.