DIE ZEIT: Ihr Unternehmen Career Concept legt im Wintersemester einen Bildungsfonds für Studenten der TU München auf. Wozu?

Schmutzler: Eine Hochschulausbildung darf nicht an mangelndem Geld scheitern. Mit dem ersten Bildungsfonds an einer staatlichen Universität ermöglichen wir qualifizierten Studenten ein hochwertiges Studium in München. Sie können über den Fonds etwa ihre Wohnung finanzieren und müssen nicht nebenher arbeiten. Später können Bildungsfonds auch eine sozialverträgliche Antwort auf Studiengebühren sein.

ZEIT: Wie soll der Fonds funktionieren?

Schmutzler: Investoren – das sind Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen – zahlen Geld ein, das dann an die Studenten fließt. Nach dem Studium zahlen sie das Geld zurück. Die Qualifikation der Studenten reicht uns als Sicherheit aus.

ZEIT: Wieso ist das Modell sozialverträglich?

Schmutzler: Die Studenten haben am Ende ihres Studiums keinen fixen Schuldenberg. Sie zahlen lediglich einen Teil ihres Einkommens zurück, etwa fünf Prozent über sieben Jahre oder neun Prozent über vier Jahre – das hängt von den persönlichen Wünschen und dem Studiengang ab.

ZEIT: Warum soll ein Unternehmen in den Fonds investieren? Anderswo gibt es sicher eine höhere Rendite als bei Ihnen.