Die Weltbank bereitet nicht nur Hilfen für den Wiederaufbau im Irak vor, sondern will auch dessen Nachbarländer unterstützen, die unter den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs leiden. Besonders betroffen ist nach Einschätzung des Weltbank-Chefökonomen für den Nahen Osten und Nordafrika, Mustafa Nabli, das Königreich Jordanien, das bis zum Ausbruch des Krieges noch ein Wirtschaftswachstum von fünf bis sechs Prozent in diesem Jahr erwartete, inzwischen jedoch mit einer Stagnation oder sogar einer Rezession rechnet.

In Syrien und im Libanon haben sich ebenfalls die Wirtschaftsaussichten verschlechtert. Für weitere Länder der Region prognostiziert die Weltbank Einbußen, weil ausländische Touristen ausbleiben. Das gilt vor allem für Ägypten und in geringerem Maße auch für Tunesien und Marokko. Dagegen gibt es jedoch auch Länder wie Iran, Algerien und Jemen, die als Nettoexporteure von Öl profitieren - weil der Ölpreis, so Nabli, "höher war, als er ohne Krieg gewesen wäre". whz