Ich selbst bereise auf rein privater Basis die Sahara seit über 25 Jahren. Das Verschwinden von circa 30 Personen ist sehr wohl überraschend, so etwas hat es in diesem Zeitraum noch nie gegeben. Woher hat Herr Hoffmann diese Zahlen "zwischen 20 und 30"? Dass Leute, nur weil sie alleine fahren (hier ist wohl gemeint: ohne Führer), einfach verschwinden, ist mir in den 25 Jahren noch nie zu Ohren gekommen. Es hat schon Unfälle oder Ähnliches gegeben, aber nur sehr vereinzelt und nicht in diesem Ausmaß.

In den siebziger beziehungsweise den achtziger Jahren hat es schon einmal eine Phase mit sehr vielen Individualtouristen in der Sahara gegeben, also nicht erst in den letzten Jahren. Diese Phase wurde durch die Unruhen Anfang der Neunziger in Algerien gestoppt. Herr Hoffmann scheint sich in der Geschichte des Sahara-Tourismus nicht so gut auszukennen.

Ich hatte nie den Eindruck, dass der Individualtourismus nicht erwünscht ist.

Ganz im Gegenteil. Wir wurden immer sehr freundlich durch die Behörden (zum Beispiel Polizei und Zoll) empfangen - gerade während der Zeit der innenpolitischen Unruhen zwischen 1992 und circa 1999.

Jochen Baumann Köln