Ungebrochener Durst.

Noch vor wenigen Wochen prophezeiten Analysten der Getränkefirma Coca-Cola angesichts weltweiter antiamerikanischer Gefühle massive Umsatzeinbußen. Aber von wegen Boykott: Steve Hayer, der Stellvertreter des weltweit führenden Soft-Drink-Unternehmens, bleibt betont entspannt. "Wir glauben nicht, dass diese Situation einen nachhaltigen Einfluss auf unsere Umsätze hatte", sagte er in einer Konferenz über die Finanzlage. Welch unamerikanisches Understatement. Der Nettogewinn für die ersten drei Monate dieses Jahres betrug 835 Millionen Dollar, gegenüber 194 Millionen Verlust im Jahr zuvor.

Ausgezeichnet.

Der Förderpreis "Medizin in den Medien", den das Kollegium der Medizinjournalisten vergibt, geht in diesem Jahr an die ZEIT-Redakteure Henning Sußebach und Stefan Willeke. Prämiert wird ihre gemeinsame Reportage Therapieren, aber dalli (ZEIT-Dossier Nr. 42/02). Die Autoren beschreiben am Beispiel eines Berliner Krankenhausverbunds das neue Effizienzdenken im Klinikalltag sowie die Folgen für den Umgang mit Patienten. Der Preis wird am 13. Mai in Berlin verliehen.

Die ZEIT-Auflage steigt.

Die Auflage der ZEIT ist erneut kräftig gestiegen. Im 1. Quartal 2003 wurden durchschnittlich 456 125 Exemplare verkauft - das beste Ergebnis seit fünf Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die ZEIT-Auflage um 32 470 Exemplare zu, eine Steigerung von 7,7 Prozent. Dagegen mussten die meisten anderen überregionalen Zeitungen Verluste hinnehmen. Die Welt am Sonntag sank auf 402 705 (minus 1,0 Prozent), die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung legte zu auf 261 129 (plus 2,2 Prozent). Die Süddeutsche Zeitung verkaufte im 1. Quartal durchschnittlich 429 667 Exemplare (minus 1,2 Prozent), die Frankfurter Allgemeine Zeitung kam auf 379 101 (minus 3,0 Prozent), die Welt sackte auf 209 137 ab (minus 10,5 Prozent), die Frankfurter Rundschau kam auf 185 865 (minus 1,2 Prozent). Zulegen konnten das Handelsblatt auf 144 912 (plus 2,6 Prozent), die Financial Times Deutschland auf 90 433 (plus 12,5 Prozent) und die Tageszeitung auf 61 444 (plus 2,2 Prozent).