Reden wir erst mal vom Geld. Von der Währung, in die wir alles umrechnen, weil das Leben so für uns übersichtlicher wird. Ob Lehrerarbeitsstunden oder Kindergartenplätze - kann man alles in Leistungseinheiten umrechnen, damit die Gesellschaft effektiver wird.

In Geld ausgedrückt: In einem kleinen Sturkopf den Geiger zu wecken machte künftig etwa 83 Euro Prämie im Monat, das schwermütige Mädchen, das oft unterm Tisch sitzt, zu trösten, sagen wir, 67 Euro. Wie sieht es bei der Kindergärtnerin aus, nun vierfache Mutter, zugleich Motor der Arbeitsgruppe Bildungspolitik? Die wäre deshalb so gut gelaunt, weil Betriebswirte ihr eine Prämie zugesagt haben: Für die AG gäbe es 119 Euro, für die Malschule im Kindergarten gar 130. Toll. Und einmal Schuhezubinden: 10 Cent.

Für Prinz William, der Suaheli lernt, auch kulturell wertvoll, ließe man 500 Pfund springen, ist schließlich ein Prinz.

Noch etwas umzurechnen?

Gut. Dann könnte man vorschlagen, Geld sei das, worüber eine Weile keiner mehr reden soll, wenn er angeben will, was genau gesellschaftliche Leistung sei, also die Mühe, Wohlstand für alle entstehen zu lassen. Denn an Leuten, die für viel Geld wenig hinkriegen, herrscht ebenso wenig Mangel wie an Leuten, die umsonst für Kultur und Gemeinwohl sorgen.

Schweigepflicht für Betriebswirte! Über Geld reden wir später.