Eins zeichnet offenbar alle Gegner des Rauchens aus: der Glaube an die Unsterblichkeit von Nichtrauchern. Die 16 000 Menschen, die jährlich an den Folgen des Rauchens sterben mögen, würden auch sterben, ohne je geraucht zu haben - im Zweifel etwas später. Also nichts ist es mit der Lebensrettungsfunktion der Tabaksteuer.

Zu den ökonomischen Argumenten: Den Krankheitskosten des Rauchens stehen außer den Steuereinnahmen die Einsparungen, zum Beispiel bei der Rente durch verkürzte Lebenserwartung, gegenüber. Nach einer holländischen Studie geht das Ganze volkswirtschaftlich plus/minus null auf (mit eher leichter Tendenz zugunsten der Raucher). Vor allem aber: Jede überzogene Steuer verleitet zur Steuervermeidung (1. Semester Finanzwissenschaft). Die Konten in der Schweiz oder Luxemburg lassen grüßen. Im Falle Tabak heißt das: einkaufen, wo es billiger ist, und Förderung des bereits jetzt offensichtlich lukrativen Schmuggels.

Angesichts steigenden Alkoholmissbrauchs gerade bei Jugendlichen und der zunehmenden Zahl von Burger- und Pommes-Fettwänsten wäre es durchaus wünschenswert, auch für diese Fälle eine volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung anzustellen. Vielleicht im nächsten Forum?

Dietrich Briese Bobenheim am Berg