Der Markt hat's gegeben, der Markt hat's genommen - für rund 40 000 britische Rentner ist das die bittere Wahrheit. Jahrelang zahlten sie in kapitalgedeckte Pensionsfonds ein, deren Vermögen vom Arbeitgeber angelegt wurden. Nun, da ihre ehemaligen Arbeitgeber entweder pleite sind oder die Pensionsfonds riesige Defizite angehäuft haben, sind die Ersparnisse eines Arbeitslebens weg. Die britische Regierung, die das kapitalgedeckte Rentensystem ihrer konservativen Vorgänger unterstützte, will nun Abhilfe schaffen. Dafür schaut sie auf das deutsche Beispiel der Pensions-Sicherungsfonds. Per Zwangsabgabe soll sichergestellt werden, dass dieser zwischen 90 und 100 Prozent der Rentenverpflichtung von Pleitefirmen zahlt. Verbraucherverbände und Gewerkschaften lobten die Vorlage. Minister Andrew Smith machte allerdings klar, dass die 40 000 bereits betroffenen Pensionäre nicht "nachträglich entschädigt" werden.