Brustkrebs

Der größte Risikofaktor für den Brustkrebs ist – wie für viele Krebsarten – das Alter. Rund 430 Frauen unter 40 Jahren sterben jährlich in Deutschland an Brustkrebs; zehnmal so viele sind es im Alter zwischen 60 und 70 Jahren. Sind Verwandte ersten Grades betroffen, steigt das Risiko.

Nach einer chinesischen Studie mit 250000 Teilnehmerinnen gibt es keinen Hinweis darauf, dass durch Selbstabtasten der Brust die Heilungschancen verbessert werden. Trotzdem mögen sich viele Krebsorganisationen nicht völlig von der Methode verabschieden. Sie steigere, argumentieren sie, die Aufmerksamkeit für Veränderungen am eigenen Körper. Auch das Abtasten durch den Arzt ist umstritten, vor allem, weil es häufig nicht sorgfältig genug durchgeführt wird. Beide Tasttechniken sind oft Anlass für weitere Untersuchungen. Ärzte entnehmen unter anderem mit einer Nadel Gewebeproben, welche dann häufig unauffällig sind.

Besser schneidet – zumindest ab einem Alter von 50 Jahren – die Mammografie ab. Allerdings ist auch diese nicht risikofrei: Zwischen 5 und 10 Prozent der untersuchten Frauen müssen mit einem Fehlalarm rechnen. Außerdem werden beim Durchleuchten der Brust auch unheilbare Tumoren entdeckt. Die betroffenen Frauen erfahren den Befund zwar frühzeitig, müssen aber länger mit der fatalen Diagnose leben.

Prostatakrebs

Erstaunlicherweise liegt das durchschnittliche Alter der Prostatakrebstoten bei 77,6 Jahren und damit höher als das allgemeine Sterbealter.