Erstklassig, wunderbar, technisch perfekt. Lauter Superlative fallen einem beim Betrachten solcher Bilder ein. Darf man die Arbeiten der 33 renommierten Fotografen, darunter Frans Lanting, Stephen Dalton, Christian Ziegler, Guenay Ulutunçok (hier dessen Aufnahme eines westafrikanischen Jungen im Reisfeld) vorbehaltlos genießen? Mit Einschränkungen. Denn es geht nicht allein um die Possierlichkeit der Tiere oder das scheinbar paradiesische Leben der Regenwald-Indianer. Die Doppelausstellung "Brennpunkt Natur" und "Menschen– Wälder– Entwicklung", ein Projekt der Zeitschrift "Geo" und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), wagt den Blick hinter die schöne Fassade. Sie berichtet über die globale Gefährdung von Flora und Fauna zwischen Norddeutschland und Amazonien, von den Alpen bis zum Himalaya, aber auch über engagierte Hilfsaktionen. Der Mensch, so verhält es sich ja leider, ignoriert beständig alle klugen Warnungen, rottet bedenkenlos ganze Arten aus. Nicht nur in exotischen Regionen. Intakte Natur, wie diese eindrucksvolle visuelle Weltreise lehrt, sichert das Überleben – auch vor der eigenen Haustür. B.W.

"Brennpunkt Natur" und "Menschen–Wälder–Entwicklung". Bis 18. Juli, Presse- und Besucherzentrum des Bundespresseamtes, Reichstagufer 14, Berlin, www.bundespresseamt.de ; geöffnet Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Eintritt frei