Patienten zahlen mehr

Künftig sollen Brillen, künstliche Befruchtungen und Sterilisationen aus eigener Tasche finanziert werden. Das Sterbegeld (bisher 525 Euro) entfällt. Bei Klinikaufenthalten sollen Patienten zwölf statt neun Euro pro Tag berappen. Zuzahlungen für Arzneimittel betragen je nach Größe der Packung vier, sechs oder acht Euro – wer in einem Chroniker- oder Hausarztprogramm eingeschrieben ist, zahlt die Hälfte. Für solche Patienten entfällt auch die Praxisgebühr. Alle anderen kostet der Besuch beim Fachmediziner (außer Kinder-, Augen- und Frauenarzt) 15 Euro pro Quartal.

Versicherungsbeiträge rauf

Das Krankengeld, das – wie sämtliche Leistungen der gesetzlichen Kassen – bisher gemeinsam von Arbeitgebern und -nehmern finanziert wurde, sollen Letztere nun alleine versichern. Je Mitglied macht das rechnerisch 8,50 Euro im Monat. Rentner müssen auf Betriebsrenten und zusätzliche Arbeitseinkommen bei der gesetzlichen Krankenversicherung künftig den vollen Beitragssatz bezahlen.

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