Europa wächst. Ehemals kommunistische Länder drängen in die EU, da lenkt die Weltbank den Blick auf eine Bevölkerungsgruppe, die vom Zusammenwachsen von Ost und West kaum profitieren konnte: die Roma. In ihrem Report Roma in Extending Europe: Breaking the Poverty Cycle beschreiben die Washingtoner Ökonomen eine dramatische Verschlechterung der Lebensumstände der etwa acht Millionen osteuropäischen Roma. Selbst im vergleichsweise wohlhabenden Ungarn lebten 40 Prozent der Roma unterhalb der Armutsgrenze. In Rumänien und Bulgarien seien es sogar fast 80 Prozent. Eine der wichtigsten Ursachen ist laut Weltbank eine gefährliche Mischung aus Diskriminierung und Isolation.

Weil sie vom Rest der Bevölkerung abgelehnt würden, zögen sich die Roma in abgelegene Siedlungen zurück, mit der Folge, dass ihnen der Zugang zu Schulen sowie Arbeits- und Ausbildungsplätzen fehle.