Gen-Gras für Allergiker.

Damit Heuschnupfenpatienten weniger niesen müssen, hat der australische Biotechniker German Spangenberg zwei Grassorten gentechnisch entschäft. Beim so genannten welschen und deutschen Weidelgras entfernte er die Allergene.

Denn die Pollen dieser Gräser lösen bisher in Europa und Australien die meisten Fälle von Heuschnupfen aus, berichtet Spangenberg in der Zeitschrift New Scientist (Nr. 2400, S. 18). Feldversuche mit den Gengräsern sollen im November in den USA starten. Wenn Allergiker davon wirklich profitieren, erhofft sich Spangenberg auch einen imagefördernden Werbeeffekt für genmodifizierte Pflanzen - auf die reagieren schließlich die meisten Umweltschützer allergisch.

Universale Hirngrammatik.

Schon beim Erlernen von Fremdsprachen unterscheidet das Gehirn zwischen grammatikalisch korrekten und falschen Sätzen. Die Neurologin Mariacristina Musso von der Universität Hamburg brachte Deutschen italienische und japanische Sätze bei. Ihre Untersuchungen zeigen in den Probanden-Gehirnen deutliche Unterschiede der Aktivität im so genannten Broca-Areal, je nachdem ob die Grammatik der fremdsprachlichen Sätze richtig war oder nicht (Nature Neuroscience online). Möglicherweise, so spekulieren die Forscher, findet sich im Broca-Areal die biologische Wurzel einer alle Sprachen übergreifenden Grammatik.

Netzwerk als Stromquelle.

Weniger Kabelsalat verspricht eine neue Netzwerktechnik: Bald sollen Geräte wie PC, Webkameras, WLAN- oder Bluetooth-Funkstationen keine Steckdose mehr benötigen. Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) beschreibt im Entwurf eines neuen Industriestandards mit dem sperrigen Namen "802.11af" eine Stromversorgung über die Ethernet-Kabel eines Computernetzwerks. Diese benötigen nämlich nur vier ihrer acht Leitungen zum Datenaustausch. Die restlichen vier sollen nun für angeschlossene Geräte die Steckdose überflüssig machen. Mitte Juli soll die Norm veröffentlicht werden, berichtet das Branchenblatt NetworkWorld Germany (Nr. 11).