Endlich einmal schreibt eine Zeitung die Wahrheit über das angeblich völlig subventionsfrei finanzierte Festspielhaus in Baden-Baden. So steht zwar die angesehene Kurstadt fast vor dem Bankrott, aber das Festspielhaus bekommt indirekt seine Millionen weiterhin: als garantierte Rendite für den einzigen(!) Fondsbesitzer.

Und noch ein paar Ergänzungen zur Finanzierung oder besser Subventionierung: Einen Teil des Hauses, den riesigen, sehr repräsentativen Eingangsbereich (Gründerzeitbau), stellt die Stadt Baden-Baden mietfrei zur Verfügung - sie zahlt die Versicherung für das Gebäude und die kompletten Unterhaltungs-/ Renovierungsmaßnahmen für den Neu- und Altbau 22,5 Jahre lang ganz allein und darf anschließend dann, weil billigst gebaut, die ramponierte Halle zurückkaufen mit rund 20 Millionen Euro (eine bereits festgelegte Summe!), die sich die Bürger Baden-Badens dann auch irgendwie aus den nunmehr gänzlich ausgehungerten Rippen schneiden müssen, wenn nicht ein Wunder geschieht ...

Astrid Sperling-Theis Stadträtin von Bündnis 90/ Die Grünen, Baden-Baden