Die Liebe geht seltsame Wege. Auch im Leben von Giuditta und Octavio hätte manches glücklicher verlaufen können. All die Irrungen und Wirrungen, das sehnsuchtsvolle Bangen – vergeblich. Octavio, typisch Mann!, will nicht mehr. Sei’s drum: "Freunde, das Leben ist lebenswert". Franz Lehár bescherte den Protagonisten seiner 1934 uraufgeführten "Giuditta" zwar kein Happy End, der hingerissenen Operettenwelt aber Melodien von Ohrwurm-Qualität. In diesem Sommer wird das zu Herzen gehende letzte Werk Lehárs auf den Seefestspielen Mörbisch gezeigt. Ein Ereignis, das auch dank der kühn konstruierten Freilichtbühne bei Fans dieses Genres längst Kultstatus genießt. Tausende pilgern alljährlich an den Neusiedler See, um sich vor grandioser Naturkulisse dem Schmelz der Operettenromantik hinzugeben. So viel Begeisterung bringt selbst die Kassen zum Klingen: Man spricht von Rekordergebnissen, von hundertprozentiger Auslastung und sechsstelligen Besucherzahlen. B. W.

10. Juli bis 24. August, Seefestspiele Mörbisch, Schloss Esterházy, A-7000 Eisenstadt, Tel. 0043-2682/662100, Karten von 18 bis 88 Euro, Reservierungen: tickets@seefestspiele-moerbisch.at , www.seefestspiele-moerbisch.at