Im Frühjahr wurde der jugendliche König schwächer und schwächer. Eduard begann, Blut zu spucken, er konnte sein Bett im Palast von Greenwich kaum noch verlassen. Da schien John Dudley, dem Herzog von Northumberland, der Augenblick gekommen, den Staatsstreich zu planen.

Zwar war die Thronfolge eindeutig geregelt. Gemäß dem Willen Heinrichs VIII., so niedergelegt und vom Parlament 1544 gebilligt, folgte auf ihn sein Sohn Eduard. Verstarb dieser ohne Erben – was gerade geschah –, musste der Thron an Maria fallen, Eduards Halbschwester. Doch genau dies galt es, in den Augen Dudleys, um jeden Preis zu verhindern.