Ein gerader Schnitt, vom Schlüsselbein bis hinunter zum unteren Ende des Brustbeins – das ist der klassische Zugang der Chirurgen zum darunter liegenden Herzen. So werden noch immer die meisten Herzoperationen durchgeführt. Erst sechs Wochen danach können die Patienten wieder auf dem Bauch schlafen – vorher schmerzt es zu sehr. Herkömmlicher Zugang (Grafik: Kirsten Dieckerhoff)

Mit rund 70000 Eingriffen ist die Umgehung (Bypass) verengter Herzkranzgefäße die häufigste Herzoperation. In unkomplizierten Fällen reicht der Schnitt unter der linken Brustwarze. Zwischen den Rippen arbeiten sich die Chirurgen zu den geschädigten Gefäßen vor. Lange Zeit verpflanzten die Chirurgen nur Venen aus den Beinen der Patienten. Günstiger sind indes Arterien, die an der Innenwand des Brustkorbs entlanglaufen. Diese werden abgelöst und an das verstopfte Herzkranzgefäß angeschlossen. Immer mehr Chirurgen verzichten zusätzlich auf die Herz-Lungen-Maschine. Das ist besonders für alte oder sehr gebrechliche Menschen günstig – denn sie erleiden an der Herz-Lungen-Maschine offenbar häufiger Schlaganfälle. Bypass-Operation (Grafik: Kirsten Dieckerhoff)