Drehbuchschreiben ist ein Handwerk mit festen Regeln. Die Produktionsfirmen, Vermittlungsagenturen und Sender setzen voraus, dass Autoren, die Stoffe anbieten, dieses Handwerk beherrschen. Mittlerweile offerieren zahlreiche Hochschulen, Akademien und Schulen eine entsprechende Ausbildung, zum Beispiel die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, die Drehbuchwerkstatt München und die Autorenschule Hamburg (weitere Anbieter siehe rechts). Einen erfolgreichen Einstieg in die Branche garantiert eine Ausbildung jedoch nicht. Zwar rufen Sender und Produzenten stets nach frischen Ideen und Geschichten. Trotzdem werden viele Autoren ihre Entwürfe nicht los. Als vergleichsweise aussichtsreich gilt der Versuch, Aufträge für Serienfolgen zu ergattern. Manchen Schreibern gelingt der Einstieg auch, indem sie für Produktionsfirmen Stoffe anderer Autoren überarbeiten.

Üblicherweise bietet ein Autor erst einmal nur eine Idee oder ein Exposé an, in dem die Handlung auf ein paar Seiten zusammengefasst ist. Verkauft ein Schreiber ein solches Exposé an einen Produzenten, muss er es auch akzeptieren, wenn der den Stoff nicht verfilmt – der Autor kann die Idee dann auch niemand anderem mehr anbieten, es sei denn, er hat sich vorher ein Rückkaufsrecht gesichert. Manchmal erwerben Produzenten auch eine so genannte Option auf ein Exposé. Sie können dann während eines festgelegten Zeitraums versuchen, das Filmprojekt zu finanzieren. Gelingt dies nicht, geht der Stoff zurück an den Autor.

Soll seine Geschichte verfilmt werden, wird der Autor meist Stück für Stück mit den folgenden Arbeitsschritten bis hin zur Ausarbeitung des Drehbuchs beauftragt. Bezahlt wird in Raten. Es kann allerdings passieren, dass der Produzent noch während der Entwicklung des Buchs den ursprünglichen Autor und Ideengeber durch einen anderen ersetzt.

Agenturen, wie der Verlag der Autoren in Frankfurt oder die Agentur für Medienrechte des Rowohlt-Verlages, vermitteln die Geschichten ihrer Klienten an Produktionsfirmen und Sender; außerdem kümmern sie sich um die Verträge. Dafür kassieren sie im Erfolgsfall Provision. Hellhörig sollten Autoren werden, wenn Agenturen von ihnen vorab Gebühren verlangen – dieses Vorgehen ist nicht branchenüblich. nk