Darf es denn wahr sein? Pünktlich zum Ausklang der IAA hören wir aus dem grünen Miesepeter-Milieu Klagen über die neuen Luxus-Geländewagen, oder wie die Fachkraft sagt: über die SUVs, die "Sport Utilities Vehicles". Diese wunderbar männlichen Jeeps haben zwischen 300 und 400 PS unter der Haube, beschleunigen von 0 auf 100 in 7 Sekunden, bewältigen Autobahnsteigungen bis zu 45 Prozent und schaffen innerstädtische Tauchfahrten bis zu einer Wassertiefe von 1,50 Meter. Fabelhaft! Aber wie es nun mal so ist in Deutschland: Kaum regt sich in der Gesellschaft ein Hauch von Leistungsbewusstsein, schon trampeln grüne Berufspessimisten darauf rum. Sobald ihnen ein SUV entgegenkommt, legen sie ihre Stirn unterm TÜV-geprüften Fahrradhelm hysterisch in Falten. Sie glühen wie ein Räucherstäbchen. Sie fuchteln mit beiden Armen, in der rechten Hand ein naturbelassener Maiskolben, in der linken eine Birkenstock-Sandale. Ups, und schon bleibt ihnen die Reisdiät im Munde stecken. "Is ein Jeep nicht, sag ich mal, ökologisch pervers im Vergleich zur Bahn?" Liebe Grüne, na klar doch! Natürlich führt am Wandern kein Weg vorbei. Und natürlich ist es schöner, mit Bahn und Tofu-Streuselkuchen (ohne Butter, ohne Zucker) in den Wald zu fahren, um mit der Lebenspartnerin Naturkunde zu treiben. Doch habt ihr mal versucht, in der Bahn eine kleine Wanderausstattung zu verstauen? Na eben. Im Jeep dagegen ist Platz für eine Kettensäge, Modell "Regenwald", drei Nachtsichtgeräte sowie einen nuklearbetriebenen Kleinreaktor zur Stromerzeugung im Naturschutzgebiet. Daneben bleibt Stauraum für ein Amputationsbesteck, die Pontonbrücke "Remagen" zum Überqueren von Wildwasser, eine Kiste handelsüblicher Feldhandgranaten zwecks Beseitigung menschenfeindlicher Ameisenhaufen in Zeltnähe sowie eine infrarotgesteuerte Boden-Boden-Rakete zur Abwehr humorloser Forstbeamter. Und auf dem Vordersitz lassen sich die Freundin oder, falls die beiden nicht zanken, zusätzlich die Ehefrau verstauen. Ideal, oder? Zurück in der Stadt, braucht ihr den Jeep schon wieder. Die rot-grüne Kommunalpolitik hat nämlich dafür gesorgt, dass unsere Konzerne Deutschland verlassen und keine Steuern mehr zahlen. Große Städte können kleine Straßen nicht mehr reparieren. In der Frankfurter Germania-Straße haben Anwohner 953 Schlaglöcher gezählt. Durchfahrt nur für SUVs! Ebenso in Hamburg, von Berlin ganz zu schweigen. Grüne Radfahrer zwingen deutsche Bürger in teure Jeeps. Das ist die Wahrheit. Und nun aufs Gas. Nichts wie weg hier. Finis

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