Nicht nur der Lehrstellenmangel macht Berufsanfängern in Deutschland die Lebensplanung schwer. Wer seine Ausbildung abgeschlossen hat, muss auch immer häufiger mit einer befristeten Stelle vorlieb nehmen. Das geht aus dem Mikrozensus 2002 des Statistischen Bundesamts hervor. Danach waren im Frühjahr des vergangenen Jahres 37 Prozent aller unter 20-Jährigen nur auf Zeit eingestellt. Auch bei jungen Menschen zwischen 20 und 25 hatten mehr als ein Viertel keine langfristige Festanstellung. Zeitverträge werden dabei umso seltener, je älter die Beschäftigten sind: Im Schnitt haben schon über neun von zehn 30- bis 35-Jährigen einen unbefristeten Vertrag, bei Arbeitern und Angestellten zwischen 45 und 55 arbeiten sogar nur vier Prozent auf Zeit.