Die Existenz von München ist ein Irrtum der Schöpfung. Wenn ich mich dieser Stadt von Berlin aus im Flugzeug nähere, wird mir spätestens über Leipzig übel. Was will diese Stadt von mir? Die nervt doch nur. Warum gibt es sie überhaupt? Kann die nicht einfach weggehen, wie Akne? Oder im Boden versickern, wie Brauchwasser?

München hat etwas Verkommenes. Die Biergärten riechen nach Verdauung und Gärprozessen. Die Volksfeste riechen nach Unflat. Die Münchner lügen, sobald sie den Mund auftun. Hochnäsigkeit, Hoffart, Geldgier, Geilheit und Tücke haben ihre Seelen zerfressen, Leberkäse hat ihre Körper zerstört. Ihre Musik ist indiskutabel, ihre Häuser sind nichtig wie Wichtelhütten, ihr Geist aber hat die Konsistenz von Remouladensoße. Der Fluss von München ist ja nur die Karikatur eines Flusses. Der Fußballverein steht in der Tabelle vorne, weil dies eine Strafe Gottes dafür ist, dass die Menschen sich von ihm abgewandt haben.

Es heißt: "Die Deutschen lieben München, sie wollen mehrheitlich dort leben." Unser Volk ist emotional und geistig ganz unten. Moralische oder auch nur ästhetische Maßstäbe besitzt es nicht mehr. Die Hirne der Deutschen sind eine breiartige Masse, die zu den Ohren herausquillt und auf die Hemdkragen tropft. Deswegen lieben sie München.

Es ist alles völlige Scheiße, Quark und Käse. Wenn ich an meine Altersversorgung denke, muss ich stundenlang schreien. Das tue ich auch, ich schreie stundenlang. Und die Gesundheitsreform? Die Gesundheitsreform ist überhaupt der allergrößte Mist. Die deutschen Fußballer können auch nichts. Es sind alles Idioten. Nein, Entschuldigung. Es sind Vollidioten.

Und die Opposition? Als die regiert haben, haben sie jahrzehntelang Gebirge von Käse, Mist, Schafscheiße und Dreck aufgetürmt. Die von der Opposition sollen endlich ihre hoch bezahlte Klappe halten. In meinen Augen sind das parfümierte Saftsäcke. Und die Grünen? Ach, hören Sie doch auf. Die Grünen sind so dumpf, dass man auch wieder kotzen müsste, wenn man nicht, aus anderen Gründen, sowieso schon stundenlang gekotzt hätte und dementsprechend erschöpft wäre.

Die Regierung ist betrunken. Immerzu. Sie saufen sich morgens die Hucke voll, mittags sind sie dann locker und riskieren eine Lippe. Die Rentenreform. Die Außenpolitik. Die Bundespräsidentenfrage. Irak. Ostalgie. Standortpolitik. Das Fernsehen. Kultur. Sport. Alles Scheiße.

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würdet ihr euch umsehen. So ein Typ wie der Berti Vogts bin ich nämlich nicht. Fragt ruhig rum. Jeder wird sagen: Ein Typ wie der Berti Vogts ist er nicht.