Den Spuren der Schöpfung zu folgen, dieser Leidenschaft erliegen naturverliebte Fotografen in aller Welt. Stundenlang, ja mitunter tagelang begeben sie sich auf die Lauer, um dann in der Sekunde auf den Auslöser zu drücken, kurz bevor zum Beispiel das Chamäleon seine glibschige Zunge herausschnellen lässt (unser Bild). Für den südafrikanischen Fotografen Martin Harvey hat sich die Geduld gelohnt. Er wurde vom BBC Wildlife Magazin und dem Londoner Natural History Museum für sein Tierporträt preisgekrönt. Den richtigen Moment einzufangen glückte auch Angie Scott aus Kenia. Ihre lustige Elefantentruppe, die neugierig einem Graureiher nachblickt, wurde unter rund 18.000 eingesandten Bildern zum Naturfoto des Jahres 2002 gekürt. Seit mittlerweile 39 Jahren wählt der Wettbewerb "BG Wildlife Photographer of the Year" die besten Fotografien zum Thema "Wildes Leben und ungezähmte Natur" aus, so auch der Titel der Ausstellung in Hildesheim, bei der die Ergebnisse gezeigt werden. Die 90 Siegerfotos lohnen den Besuch unbedingt. Lauter tierisch schöne Bilder. A.M.

Bis 15.12., Roemer- und Pelizaeus-Museum, Am Steine 1–2, Hildesheim. Täglich 10–18 Uhr, Eintritt 3 Euro. Auskunft: Tel. 05121/93690,www.rpmuseum.de