"Er kann ja auch sprechen", wunderte sich die Moderatorin Nina Ruge über den Staatssekretär, bei der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2003. Kasperltheater? Die Preisträger revanchierten sich dafür mit Witz und Niveau. Die junge Katja Kamm mit ihrem Bilderbuch Unsichtbar (Hammer Verlag); Harry Rowohlt als Übersetzer des Kinderkuriosicals Schlimmes Ende von Philip Ardagh (Bertelsmann); Holly-Jane Rahlens in der Sparte Jugendbuch mit Prinz William, Maximilian Minsky und ich, das Ulrike Thiesmeyer übersetzte (Rowohlt); Nikolaus Piper und Illustrator Aljoscha Blau mit ihrer Geschichte der Wirtschaft sowie Klaus Kordon mit seinem Jugendroman Krokodil im Nacken (beide Beltz & Gelberg), auf den die Wahl der neu eingerichteten Jugendjury fiel. Zusätzlich zur Ehre gewannen sie je 8000 Euro. Der Sonderpreis, der für ein Gesamtwerk verliehen wird, ging in diesem Jahr an den Illustrator Wolf Erlbruch. "Wo is er denn?", fragte Nina Ruge. "Da is er ja!" K.H.