Herrn Lehmann schmeckt sein Beck's so gut, dass das Bier in fast jeder Szene des neuen Leander-Haußmann-Films auftaucht. Aber Vorsicht! Das sieht nur so aus wie bezahltes Product Placement, wie es bei anderen Kino-Produktionen schon lange üblich ist. Doch während beispielsweise James Bond BMW fährt und BMW wiederum mit Bond wirbt, sitzt Herr Lehmann mittlerweile auf dem Trockenen.

"Außer ein paar Kisten Bier haben wir von Beck's nichts bekommen", heißt es bissig im Abspann des Films. Und weiter: "Scheiß der Hund drauf." Beck's spendierte der Filmcrew 40 Kisten Pils. Und für den Dreh gab es einige Originalflaschen aus den achtziger Jahren mit Aluminiumüberzug der Kronkorken - leihweise.

Dabei wären die Macher von Herrn Lehmann Werbegeld aus dem Budget der Bremer Brauerei nicht abgeneigt gewesen. Mehr als ein Jahr lang haben sie sich um einen Termin in der Zentrale von Beck's bemüht. "Aber die Kommunikation gestaltete sich sehr zäh und unerfreulich", sagt Lehmann-Produzent Claus Boje. Er entschloss sich deshalb zu der Fußnote im Abspann. "Dieses Bier taucht nur aus ästhetischen Gründen in dem Film auf, weil es eben zu jener Zeit in den Kneipen von Berlin-Kreuzberg getrunken wurde", sagt er. Beck's kann das egal sein. Die 105 Minuten Gratis-Werbung sind dem Unternehmen sicher. "Wir wollten das Filmprojekt nicht überfrachten", sagt Beck's-Sprecher Michael Hoffmann gönnerhaft.