Birgit Prinz hatte schon 17 deutsche und internationale Titel gewonnen, als Susanne Frömel vor zwei Wochen in der ZEIT Nr. 41/03 ( Nicht ohne meine Tochter" ) über die deutsche Fußballerin berichtete: Pokalsiege, deutsche Meisterschaften, Europameisterschaften, den Uefa-Cup, ein zweiter Platz bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres. Seit dem vergangenen Sonntag ist sie auch Weltmeisterin. Wenn sie das schafft, so hatte ihr Vater (und Jugendtrainer) in unserer Geschichte angekündigt, würde er im Garten die deutsche Fahne mit einem aufgedruckten Fußball aufziehen. Die Fifa feiert die 25-Jährige auf ihrer Website als "new royalty of women’s football" – eine Krönung, die nicht nur durch ihren Nachnamen inspiriert wurde, sondern auch von den sieben Toren, mit denen Prinz Torschützenkönigin wurde. Wie es jetzt beruflich weitergeht, ist genauso unklar wie damals bei den Helden von Bern 1954. Ihr Geld hat die gelernte Physiotherapeutin bislang in der US-Frauenliga verdient, die gerade Pleite gegangen ist.