Während also die Öffentlichkeit über die Gefährdung der nationalen Gesundheit als Folge der fetten Gerichte streitet, findet die nachhaltigere Wertschöpfung diskret auf Grund und Boden statt. Und McDonald’s ist immer schon da – wie der Igel vor dem Hasen, allgegenwärtig –, ob an der Spanischen Treppe, am Bahnhof Zoo oder an vielen Highways. Mehr als die Hälfte der Amerikaner lebt höchstens drei Autominuten von der nächsten Filiale entfernt.

Einen weiteren Schub bekam das Unternehmen durch die Verwandlung in eine Aktiengesellschaft im April 1965, mit der "Mr. Inside" Sonneborn – durchaus spannungsträchtig – aus Ray Krocs Schatten trat. Gleichzeitig fiel die Entscheidung für den Firmenclown Ronald McDonald, dessen Bekanntheitsgrad bei Kindern heute unmittelbar auf jene des Nikolaus folgt. Werbung hatte ab sofort höchste Priorität. Denn wie wichtig es gerade bei verwechselbaren Produkten wie dem Hamburger ist, dass man sie sich schönguckt, brachte ein Marketing-Manager auf den Punkt: " Early to bed, early to rise – advertise, advertise, advertise" ("Früh aufstehen – und dann werben, werben, werben"). Rund zwei Milliarden Dollar geben McDonald’s-Restaurants weltweit heute jährlich für Werbung aus. Und der Clown in Gelb mit den rot-weißen Ringelsocken sei, fand die englische Zeitung Independent , "ein Revolutionär, neben dem Lenin und Robespierre in ihrer Bedeutung verblassen. Er hat das Essen verändert, die am meisten existenzielle aller kommerzialisierten Verhaltensweisen…"

Seit 1970 wurde Ronald McDonald auch beim Export des McDonald’s-Hamburgers in andere Länder eingesetzt. Damals begann der Markt in den USA zu stocken. Der Siegeszug startete in Kanada, Großbritannien, Deutschland und Japan. Und obgleich Fast Food vor allem in Europa noch als Ausdruck für den Untergang des Abendlandes galt, waren Cheeseburger und Big Macs so erfolgreich, dass die Expansion mittlerweile auch dort an ihre Grenzen stößt. Doch China kann noch eine Weile wachsen. Und auf der McDonald’s-Website haben die Manager vorgerechnet, sie verköstigten, "gleich an welchem Tag, noch immer weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung".