Die Volkspartei hat die rot-grün-nationalistische Koalition abgelöst. Was hat sich in den ersten 100 Tagen verändert?

Die Abschaffung der Ökosteuer ist beschlossene Sache. Wir haben damit die Grundlage für ein positiveres Bild der Balearen im Ausland geschaffen.

Touristen fühlen sich wieder willkommen. Für unser Marketing, das in der Vergangenheit stark vernachlässigt wurde, haben mehrere Arbeitsgruppen einen strategischen Plan für die kommenden Jahre erarbeitet. Ein erster Erfolg ist schon zu verbuchen: 2004 wird der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) seine Jahrestagung in Palma de Mallorca abhalten. Außerdem haben wir den Dialog mit der Tourismusindustrie wieder aufgenommen, den die alte Regierung fast gänzlich abgebrochen hatte.

Bisher wurde lediglich der Gesetzesentwurf zur Aufhebung der Ökosteuer verabschiedet. Wann wird die Ecotasa endgültig außer Kraft gesetzt?

Wir rechnen damit, dass die Steuer im November wegfällt. Sie hat uns mehr Nachteile als Vorteile gebracht, vor allem hat sie das Image der Balearen beschädigt. Die Einnahmen aus der Ökosteuer sind außerdem vollkommen unzureichend, um auch nur einen Teil der Probleme zu lösen. Sinnvoller und weniger tourismusschädigend ist es, andere Mittel ganz gezielt in bestimmte Programme zu leiten.

Was wird aus den bereits begonnenen Naturschutzprojekten, die mit der Steuer finanziert werden sollten, was aus den bereits eingenommenen Geldern?

Alle Projekte, die begonnen wurden, bringen wir zu Ende. Dazu gehören zum Beispiel die neuen ausgeschilderten Stadtrundgänge in Palma. Die anderen Vorhaben müssen genau geprüft werden, einige werden ad acta gelegt. Das heißt aber nicht, dass Umweltschutz bei uns in Zukunft eine untergeordnete Rolle spielt. Wir werden genauso viel Geld wie bisher dafür aufwenden. Ein Plan ist, einen Umweltfonds zu gründen. Die Einlagen kommen aus dem Etat der Balearen, von Banken und privaten Organisationen. Die Kapitalerträge werden für Ökoprojekte aufgewendet.