Ajatollahs, immer toller.

Iranische Atomwaffen - bloß ein Problem für Europa, Israel und Amerika? Der Chefredakteur der in London erscheinenden saudischen Zeitung Al Sharq Al-Awsat schreibt, dass nur "Dummköpfe" und "Idioten" das glauben - in Wahrheit gelte die iranische Nuklearrüstung Pakistan, aber auch Saudi-Arabien, Irak, Afghanistan, Turkmenistan und Aserbajdschan. Eine doppelte Tragödie zeichne sich ab: ein Rüstungswetlauf in Arabien, gar der Gebrauch von Atomwaffen. Denn: "Unsere Region hat genügend wahnsinnige Potentaten." Fazit: Die Iraner bedrohen uns zuerst, mehr, als sie Israelis und Amerikaner gefährden."

Ausgezeichnet.

Für ihre im Ressort Leben erschienene Reportage 1 : 72 ist Sandra Schulz mit dem Helmut-Stegmann-Preis für Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet worden. Sie schildert darin das Innenleben einer auf Kriegsspielzeug spezialisierten Modellbaufirma vor dem Hintergrund des Irak-Krieges. Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein auch im "Leben" erschienener Beitrag von Sina Lehnart, die ihren Kampf gegen eine Krebserkrankung beschrieb, der sie inzwischen erlegen ist.

Gute ZEITen.

Der Aufwärtstrend der ZEIT hält an. Im dritten Quartal dieses Jahres verkaufte die ZEIT 453 070 Exemplare, 12 925 mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das entspricht einem Plus von 2,9 Prozent. Dagegen mussten die großen Tageszeitungen Einbußen hinnehmen. Die Süddeutsche Zeitung kam auf 426 533 Exemplare (-16 585). Die Auflage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ging auf 388 465 zurück (-11 754). Die Welt verkaufte 219 062 Exemplare (-19 350), die Frankfurter Rundschau 180 654 (-2 719). Bei den Wochentiteln ging die Welt am Sonntag auf 403 503 zurück (-17 599). Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hingegen konnte sich auf 284 000 verbessern, ein Plus von 21 000.