Wie schwimmt ein Hühnerei im Wasser? "In drr Midde", sagt die Hausfrau aus Reutlingen. "Oba freili!", glaubt der Klempner aus Augsburg. "Nüch unten?", fragt der Bremer Sozialpädagoge leise.

Etwa so könnte sie aussehen, die neue Wissensshow im Ersten, benannt nach dem Sinnbild deutschen Scheiterns: " PISA – Der Ländertest". Am Samstagabend geht sie das erste Mal live über den Bildschirm, ohne Preisgeld, aber mit der Aussicht auf landsmannschaftliche Ehre. 320 Kandidaten aus allen Bundesländern plus 16 prominente Paten wird Quiz-Moderator Jörg Pilawa gegeneinander antreten lassen. Fast zwei Jahre nach dem Pisa-Desaster der deutschen Schüler soll damit geklärt werden, ob auch bei den Erwachsenen die Intelligenzbestien im Süden der Republik leben oder ob Bremen sein ramponiertes Image aufpolieren kann.

Die Quizfragen wurden zusammen mit Kieler Forschern erarbeitet und sollen eng an die offizielle Pisa-Studie angelehnt sein. Dabei gehe es nicht um das Abfragen von Auswendiggelerntem: "Mit dem Pisa-Test", sagt WDR-Unterhaltungschef Axel Beyer, "wird die Alltagstauglichkeit getestet."

Vielleicht wird ja auch gefragt, warum unsere Schüler häufig so kläglich daran scheitern, ihr Schulwissen sinnvoll anzuwenden. Liegt es an:

a) Zu wenig Geld für Bildung?

b) Zu viel Dressur an den Schulen?

c) Zu viel unsäglichen Quizshows im Fernsehen?